Sonntag, 19. November 2017

Voting für den Leserpreis 2017




Hallo Ihr Leseratten und Buchbegeisterten,

auch in diesem Jahr könnt Ihr für den Leserpreis 2017 wieder Eure Lieblinge nomieren. Aus den Meistnominierten wird dann der Sieger aus der jeweiligen Kategorie gewählt. Das Besondere an diesem Preis ist, dass EURE Stimme zählt und Ihr allein entscheidet, wer das Rennen macht. Also noch einmal Endspurt. Macht mit und gebt Eure Stimmen ab.

Klickt auf den eingefügten Banner und schon seit Ihr auf der richtigen Seite, Eure Favoriten auswählen und für sie voten. Am 30. November stehen dann die Gewinner fest, bis dahin heißt es hibbeln und Daumen drücken.

Dienstag, 14. November 2017

Rezension zu "Kleine Stadt der grossen Träume" von Fredrik Backman


Preis: € 19,99
Einband: Hardcover
Seitenzahl: 512 Seiten
Verlag: S. Fischer Verlage
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5 Sterne

Inhalt

Björnstadt liegt weit im Norden, ein kleiner Ort hinter dunklen Wäldern. Die Menschen hier halten zusammen. Und sie teilen eine Leidenschaft, die sie wieder mit Stolz erfüllen könnte. Die den Rest der Welt an Björnstadt erinnern könnte. Vielleicht sogar Arbeitsplätze bringen, eine Zukunft. Deshalb liegen alle Träume und Hoffnungen nun auf den Schultern ein paar junger Björnstädter. Noch ahnt keiner in der Stadt, dass sich ihre Gemeinschaft über Nacht für immer verändern wird.

Eindruck

Loyalität, Freundschaft, Machokultur und Gemeinschaft - wie weit muss sie gehen, wie weit darf sie gehen und wo ist spätestens eine Grenze erreicht. Wie definieren wir uns? Über unsere Familie, Freunde oder gar über einen Sportverein? Wie hoch darf der Preis für die absolute Hingabe zu einer Sportart sein und welche Hoffnungen darf eine Gemeinschaft in einen Sieg legen und vor allem auf wessen Kosten? Was ist eine Gesellschaft wert, wenn sie einen Täter zum Opfer macht, wenn sich Menschen durch eine ganz widerliche Handlung persönlich beleidigt, gedemütigt und sich um den Sieg "ihrer" Mannschaft betrogen fühlen, obwohl sie mit der Sache an sich überhaupt nichts zu tun haben?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich Fredrik Backman und seine Bücher unterschätzt habe, denn in diesem breitet er die volle Palette an Emotionen aus. Er behandelt hochbrisante Themen mutig und auf eine sehr spezielle Art feinfühlig, so dass ich wirklich häufig schlucken musste, am Rande von Wutausbrüchen war und fassungslos die Kommentare und Verhaltensweisen seiner Protagonisten auf mich einstürzen lassen musste. Mit einem schockierenden Prolog begann für mich die Reise nach Björnstadt und fesselte mich von der ersten bis zur letzen Zeile an.
Eine wahnsinnig starke Hauptprotagonisten namens Maya hat meine Hochachtung und ich bin gespannt wie die Fortsetzung zu "Kleine Stadt der großen Träume" werden wird, denn einige dieser Träume sind zerplatzt, manche Leben werden für immer in den kleinen Ecken des Bewußtseins zerstört sein und doch glaube ich, dass das Leben in Björnstadt weiter gehen kann und wird und Platz geschaffen wurde für neue Hoffnungen und neue große und wahre Freundschaften.

Fazit
Ein grandioses Buch, keine einfache thematische Kost aber ganz hervorragend mit ganz viel Gefühl, Sensibilität und einer guten Prise Humor an den wirklich richtigen Stellen umgesetzt. Respekt an Fredrik Backman!

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Rezension zu "Die Gabe der Auserwählten - Die Chroniken der Verbliebenen" von Mary E. Pearson


Preis: € 18,00
Einband: Hardcover
Seitenzahl: 349 Seiten
Verlag: ONE Verlag
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3,5 Sterne

Inhalt

Lias Kampf geht weiter Verraten von den Ihren, geschlagen und betrogen, wird sie die Frevler entlarven. Und auch, wenn das Warten lange dauert, ist das Versprechen groß, dass die eine namens Jezelia kommt, deren Leben geopfert werden wird für die Hoffnung, eures zu retten. Lia und Rafe konnten aus Venda fliehen, doch verletzt und durchgefroren liegt ein ungewisser Weg vor ihnen. Während sie Rafes Heimat, dem Königreich Dalbreck, Stunde um Stunde näherkommen, spürt Lia, dass sie schon viel zu lang weit weg ist von Morrighan, ihrem Zuhause. Dabei deutet alles darauf hin, dass das Land kurz vor einem Krieg steht. Und obwohl Rafe ihr eine Zukunft als Königin an seiner Seite verspricht, ahnt Lia, dass sie ihrer Bestimmung folgen 
muss. Sie möchte als Erste Tochter von Morrighan ihrem Volk zur Seite stehen und für ihr Land kämpfen. Aber ist sie bereit, Rafe zu verlassen, um ihrer inneren Stimme zu folgen? 

Eindruck

"Die Gabe der Auserwählten" - der 3. Band der Chroniken der Verbliebenen und für mich der schwächste. Ich denke aber, das diese Schwäche der Teilung des im Original eigentlich letzten Bandes geschuldet ist. Schlecht war dieser Teil nicht, jedoch relativ ereignislos, da von der Prophezeiung und Lia's Gabe nicht viel abgehandelt wurde, sondern im Vordergrund die sich als sehr schwierig entwickelte Beziehung zwischen Lia und Rafe stand. Die Wendung die sich hieraus ergeben hat, war abzusehen. Die Frage zwischen der Liebe einerseits und dem Pflichtgefühl gegenüber dem Reich und der Verantwortung andererseits, hat jeder der beiden für sich selbst beantwortet. Wenn die Meinungen darüber dermaßen konträr sind, ist die Entscheidung, die gefallen ist eine logische Konsequenz.

Die Charaktere Lia und Rafe haben sich kontinuierlich weiterentwickelt und wie es auch im wahren Leben sehr oft der Fall ist, nicht in die gleiche Richtung und nicht zur Zufriedenheit beider Seiten. Einer ist für den anderen zu stark und selbstbewußt, der andere zu unterdrückend und richtungsweisend - kann das im Endeffekt gut gehen? Finden sie letztendlich zueinander und können sich zusammenraufen? Wird Lia Kaden's werben nachgeben oder gar einen ganz anderen finden? Was hat es mit Kaden's Vergangenheit auf sich? Wird es Lia überhaupt gelingen nach Hause zurückzukehren?

Jetzt heißt es lange warten, bis zur Aufklärung.

Fazit

Trotz Spannungsschwächen bin ich auf den letzten Teil der Reihe gespannt und hoffe darauf, dass es zu einem spannenden, fesselnden Showdown um die Prophezeiung kommt.

Samstag, 21. Oktober 2017

Rezension zu "Underground Railroad" von Colson Whitehead

Preis: € 24,00
Einband: Hardcover
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: Hanser Verlag
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3 Sterne

Inhalt

Cora, deren Großmutter auf einem Sklavenschiff verschleppt wurde, ist nur eine der unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantage Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht - doch wie und wohin? Caesar, ein Leidensgenosse, erzählt Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangen sie in den Untergrund, und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben,Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Stationsvorstehern begegnen. JederStaat, den sie durchqueren, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet hinter der letzten
Grenze wirklich die Freiheit?

Eindruck

Seite 253 - "So viele Jahre später ist mir der amerkikanische Geist lieber, der jenige, der uns ausder Alten Welt in die neue gerufen hat, damit wir erobern, aufbauen und zivilisieren. Und zerstören, was zerstört werden muss. Um die unbedeutenderen Rassen emporzuheben. Und wenn nicht emporzuheben, dann zu unterwerfen. Und wenn nicht zu unterwerfen, dann auszurotten.Unsere Bestimmung kraft göttlicher Vorschrift - der amerikanische Imperativ."

Der amerikanische Imperativ - was für ein Witz. Jeder Amerikaner sollte sich einmal mehr
umschauen, und sich fragen, ob sein dunkelhäutiger Nachbar nicht vielleicht ein Verwandter ist,
weil der Vater, Großvater oder Urgroßvater vielleicht eine jener jämmerlichen Kreaturen war,
der andere Menschen als unwürdirge Rasse tituliert hat, sich aber heimlich, still und leise an den
kleinen schwarzen Mädchen vergriffen und sie mißbraucht hat. Seine Kinder, die daraus her-
vorgekommen sind aber "entsorgt" hat, weil sie ja die Schändlichkeit, die Schwachheit und 
die Abartigkeit seiner Handlung hat sichtbar werden lassen.

"Underground Railroad" ist ein weiteres Werk über eine der größten Widerwärtigkeiten der 
amerikanischen Geschichte und wenn ich diese Bücher lese, bin ich zwar froh amerikanische
Wurzeln zu haben, aber nicht dort aufgewachsen zu sein. Die Arroganz und Abfälligkeit mit der
gegen Menschen vorgegangen worden ist, ist auch nach all den Jahrzehnten immer noch nicht zu 
fassen und zu verstehen. Steckbriefe mit denen geflohene Sklaven denunziert und vogelfrei
gegeben wurden, Lynchjustiz und Folter bis zum Tod - es ist einfach nur ekelhaft. Vor Augen 
führen sollten sich alle Rassisten, dass die Wiege der Menschheit Afrika ist, somit sollte jedem 
klar sein, dass, wenn mit seiner DNA auf Weltreise gehen würde, vielleicht Dinge dabei ans
Tageslicht kommen, die ihm überhaupt nicht gefallen. So eine genetische Weltreise sollte
ich an Anbetracht der politischen Strömungen Pflicht werden.

Colson Whitehead hat uns in seinem Roman auf die Odyssee von Cora mitgenommen, die 
eine Flucht gewagt hat. Er hat uns an ihren Strapazen, Ängsten aber auch Freuden teilhaben
lassen. Allerdings bin ich mit Colsons Scheibstil nicht wirklich klar gekommen. Anfangs fand
ich es noch sehr gut, dass er auf übermäßige Gefühlsduselei verzichtet hat, allerdings war die
Geschichte dann doch gänzlich emotionslos und steif. Die Charaktere sind mir bis zum Ende
eher fremd geblieben.
Und was mir gar nicht gefallen hat, war die Darstellung der "Underground Railroad" als unter-
irdischer Zug. Das ist es definitiv nie gewesen - lediglich die Begriffe wurden genutzt um
sich halbwegs sicher zu verständigen - und ich finde damit wurde dieser großartigen
Organisation, die so wahnsinnig viel für die Sklaven getan hat, zu wenig Rechnung getragen und 
ich bin der Meinung, dass dieses Buch eine solche Darstellung nicht nötig gehabt hätte. Die 
Arbeit, die Gefahren, der Mut und die Courage der vielen Menschen die unter Einsatz ihres eigenen 
Lebens so vielen und doch so wenigen geholfen haben, kam mir viel zu kurz.

Fazit

Gutes Buch über eine grandiose Organisation der Vereinigten Staaten, das mich aber leider 
wegen der steifen, hölzernen Schreibweise und der Fiktion eines unterirdischen Zuges nicht hat

mitreißen können.



Freitag, 29. September 2017

Rezension zu "Palast der Finsternis" von Stefan Bachmann


Preis: € 18,00
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: diogenes Verlag
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3 Sterne

Inhalt

"Kannst Du auch in riskanten Situtionen Ruhe bewahren? Besitzt Du besondere Talente, von denen niemand weiß? Hast Du den Ehrgeiiz, etwas zu tun, was noch niemand vor Dir gewagt hat..."? Für diese gheimnisvolle und geheime Expedition sind die Außenseiterin Anouk und vier weitere erfolgreiche Kandidaten nach Paris gereist. Ihr Auftrag: einen unterirdischen Palast zu erforschen, den ein verrückter Adliger vor der Französischen Revolution für seine Familie erbauen ließ. Doch hinter der Tür mit dem Schmetterlingswappen erwartet die Jugendlichen in jedem Raum eine neue Gefahr und ein neuer Abgrund, den sie nur gemeinsam bezwingen können.

Eindruck

Die Bessenheit nach ewigem Leben konnte mich in diesem Buch leider nicht überzeugen. Der Schreibstil des Stefan Bachmann ist spannend und wird einen durchaus fesseln können, zumal die Idee, den "Palast der Finsternis" in zwei Zeitebenen zu schreiben genial ist, leider fand ich die Umsetzung nicht ganz gelungen und auch nicht logisch. Zwar konnte mich der Palast bei sich halten, weil ich unbedingt die Auflösung des ganzen wollte, diese hat mich dann aber doch ein wenig enttäuscht. Der Fokus liegt für meinen Geschmack zu sehr auf den Zombies als auf der Aufklärung des Warum und Wie. Das Ende fand ich dann zu sehr mit der heißen Nadel gestrickt und schwammig. Auch die Weisheit: "Wir können überall glücklich sein, weil wir nicht alleine sind", habe ich leider in dem Kontext nicht wirklich verstanden.
Die Beschreibungen des Palastes sind sehr bildgewaltig und super gelungen, der Gänsehautfaktor ist sehr deutlich und detailliert herausgearbeitet, was ich von den Charakteren nicht behaupten kann. Bis auf Anouk - die mich bis zum Schluss wirklich genervt hat - und Aurelie - die aber leider sehr schnell in den Hintergrund gerückt ist - konnte mich keine Personen auf seine Seiten ziehen. Einfach aus dem Grund, weil Bachmann sie blass und distanziert gehalten hat.

Fazit

Toller Titel, noch tolleres Cover und Stefan Bachmann kann sehr spannend schreiben. Leider hater mich mit "Palast der Finsternis" nicht überzeugen können. 

Freitag, 15. September 2017

Rezension zu "Vintage" von Grègoire Hervier



Preis: € 20,99
Einband: Hardcover
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: diogenes Verlag
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5 Sterne

Inhalt

Thomas Dupret, 25, ist passionierter Musiker und ein Fan von Vintage-Gitarren, die er in dem Laden, wo er bisweilen aushilft, liebevoll restauriert. Daneben verdient er sich noch etwas Geldmit Konzertbesprechungen. So geht sein Leben seinen Ganz bis zu dem großen Tag, als sein Chef ihn mit einer Edelgitarre zu einem schottischen Landhaus entsendet: Ein mysteriöser Lord bietetihm dort den Deal - und die Story - seines Lebens an: Gegen eine fürstliche Belohnung soll er nach der teuersten aller Kultgitarren suchen, der "Gibson Moderne". Eine Patentzeichnung gab es, doch wurden im Jahr ihrer Erfindung auch Exememplare gebaut? Und wer hat, wenn es sie gibt, diese Raritäten in seinem Besitz? "Vintage" ist eine faszinierende Mischung aus Fakten und Fiktion. Ein Roadmovie über das größte Rätsel der Rockgeschichte.

Eindruck

Gregoire Hervier hat mit Vintage einen Roman geschaffen, in dem mit jeder Faser des Körpers die Faszination, Leidenschaft, Emotion, Genialität sowie die Liebe zur Musik und zu Vintage-Gitarren zu spüren ist. Die Liebe zum Detail und die Leichtigkeit mit der Fachwissen zu einem Krimi durch die Musikszene gezaubert wurde, hat mich wie in einem Strudel durch die Zeiten des Blues gezogen. Die Mischung aus Fakten und Fiktion ist wahnsinnig gut gelungen. Skurile erfundene und legendäre reale Personen reichen sich die Klinke in die Hand und haben mich mehrfach nach den Tatsachen und Umständen recherchieren lassen. Man war also mittendrin in der Geschichte, statt nur dabei.
Mit Thomas hat Hervier eine Hauptperson geschaffen, die von Beginn an meine Sympathien hatte und mit dem ich sofort auf seine abenteuerliche Reise gegangen bin, und mit ihm alles was sich auf der Suche nach einem der hartnäckigsten Mythen der Musikgeschichte ergeben hat, erlebt habe. Und auch die weiteren Charaktere wie z.B. Lord Winsley - dem Betrug und der Gier verfallen - oder Bruce, gefangen in Sex, Drugs and Rock'n Roll - haben ihren Teil dazu beigetragen aus diesem Buch ein absolutes Erlebnis zu machen. 
"Vintage" kann man gar keinem Genre zuschreiben. Eigentlich ist es ein Sachbuch über die legendäre "Gibson Moderne" im Speziellen sowie Bauarten, Klängen und Eigenarten von Gitarren im Allgemeinen, das durch den Hype und die Sagen um diese Gitarre zum Krimi und durch den Protagonisten Thomas mit ganz viel Emotionen, Charme und Witz zum Roman wird. 

Fazit

Mythos oder nicht - wer weiß das schon? Letztlich könnte nur die Erbauer und potentielle Besitzer etwas darüber sagen, aber die schweigen beharrlich und werden schon wissen warum! Es ist meiner Meinung nach auch nicht wichtig und sollte auch nicht wirklich aufgeklärt werden. Denn so oder so ähnlich, wie von Hervier recherchiert und zurecht gesponnen, könnte es gewesen sein. Eine sehr geniale Geschichte für alle Musiker, Musikbegeisterten, alle die es werden wollen oder diejenigen, die einfach ein wenig Blues in ihre Herzen lassen können. Absolute Leseempfehlung!

Donnerstag, 14. September 2017

Rezension zu "Die Wölfe kommen" von Jèrèmy Fel


Preis: € 16,90
Einband: Broschiert
Seitenzahl: 400 Seiten 
Verlag: dtv Verlag 
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2  Sterne

Inhalt

Auf einer Farm inmitten der wogenden Weizenfelder von Kansas nimmt alles seinen Anfang. Zwölf Menschen werden in diesem grandios konstruierten Episodenroman Teil der Meute desBösen, mal selbst Raubtier, mal verfolgt von weitaus gefährlicheren Wölfen. Kapitel für Kapitel führt Jèrèmy Fel den Leser unausweichlich hinein in ein beängstigendes Labyrinth der menschlichen Niedertracht, das von den USA bis nach Europa reicht. Das Böse hat viele Gesichter. Es fasziniert, verführt, infiziert - und bleibt unberechenbar.

Eindruck

Der Schreibstil von Fel ist flüssig, leicht verständlich und mit Sicherheit auch spannend. Allerdings konnte er mich mit seinem Debüt nicht fesseln, was daran lag, dass die Geschichte für mich nicht homogen war, sondern aus vielen kleinen Einzelepisoden bestand, in denen die 12 Protagonisten vorgestellt werden und tiefe Einblicke in ihre Leben offenbaren. Diese Kurzgeschichten allerdings haben meinen Lesefluss extem gestört, war ich gerade mit einer Person vertraut und habe mich in sie hineingefunden, zack - da kam schon die nächste. Für mich ist "Die Wölfe kommen" weder ein Thriller noch ein Roman, da mir einfach der leitenden rote Faden fehlte. Für mich stellt es sich als eine Aneinanderreihung von Abartig-und Grausamkeiten, die alles in allem am Ende irgendwie zusammen laufen mögen.
Definitiv drüber war für mich die Verbindung zwischen Homosexualität und daraus resultierenden Verbrechen, sowie die Pauschalthese, das ein Verbrechergen existiert.

Fazit

Ich konnte nicht abbrechen, weil ich ständig gedacht habe, dass es mich noch fesseln würde ABER weiterlesen wollte ich eigentlich auch nicht. So gar nicht mein Buch.